25 | 06 | 2017

Der Schauinsland Klassik Bergtag steht in der Tradition der großen Bergrennen am Schauinsland und hält die Erinnerung wach an eine Zeit, als die internationale Motorsportelite am Freiburger Hausberg um große Meistertitel gekämpft hat. Unter den Fahrern der 75 historischen Rennwagen und 15 Renn-Motorrädern, die am 14. September 2014 die berühmte Bergrennstrecke unter die Räder nahmen, waren viele Veteranen der Zeit der Bergrennen am Schauinsland vertreten. Auch von den etwa 2000 Zuschauern, die wie in früheren Zeiten die Strecke am Start und an der Holzschlägermatte säumten, waren viele schon vor Jahrzehnten bei den Rennen dabei. So war es nicht verwunderlich, daß Fahrer und Zuschauer im offenen Fahrerlager schnell ins Gespräch kamen und viele Anekdoten aus der langen Geschichte der Schauinsland-Rennen die Runde machten. Auch der Nachwuchs war stark vertreten und lauschte gespannt den Geschichten von früher. Im Fahrerlager und auf der Strecke gab es Anschauungsunterricht in Motorsport- und Fahrzeuggeschichte, wie er lebendiger nicht sein könnte und so tauchten Jung und Alt tief ein in den Geist der vegangenen Ära der Schauinsland-Rennen ein.

Nach der Fahrerbesprechung am Morgen wurden alle Teilnehmer noch mit einem Lunchpaket zur Stärkung versorgt, bevor pünktlich um 10:30 Uhr das erste Auto auf die Strecke ging. In zwei Gruppen starteten hintereinander historische Automobile und Motorräder sowie, um eine Brücke zur Neuzeit zu schlagen, eine Sonderklasse für Automobile mit alternativen Antriebskonzepten. Insgesamt wurden drei Läufe gefahren. Für die historischen Fahrzeuge wurde die Veranstaltung als reine Präsentationsfahrt ohne Zeitnahme ausgetragen. Gezeigt wurde eine große Vielfalt an Sport- und Rennwagen aus verschiedenen Epochen, von Vorkriegsfahrzeugen wie einen Bugatti T 35 B oder einem Fiat 514 S, beide Baujahr 1929, bis zu Formelfahrzeugen der 70er und 80er Jahre. Bei den Motorrädern war das älteste Fahrzeug ein BMW R68 Gespann von 1952. Auch hier war ein buntes Starterfeld bis hin zu Rennmotorrädern der 80er Jahre vertreten.

Die Fahrer der Autos mit alternativen Antrieben traten gegeneinander zur Gleichmäßigkeitsprüfung an. Hierbei gab sich jeder Fahrer selbst im ersten Lauf eine Richtzeit, die in den nachfolgenden Läufen so exakt wie möglich getroffen werden musste. Damit war Chancengleichheit für die doch sehr unterschiedlichen Fahrzeuge garantiert. Nach drei Läufen stand Thomas Basler (Smart fortwo Electric Drive) aus dem Münstertal mit einer Zeitabweichung von hervorragenden 1,45 Sekunden vor Paul Wischnewski (Smart fortwo Electric Drive, 2,21 sec.) aus Waldkirch und Matthias Schäuble (Mitsubishi i MiEV, 3,43 sec.) aus Lörrach als Sieger fest. Die gesamten Ergebnisse stehen als Download zur Verfügung.

Die Veranstaltung hat erneut verdeutlicht, daß Autos und Motorräder weit mehr sind als Fortbewegungsmittel, kaum ein "Gebrauchsgegenstand" ist in der Lage solch starke Emotionen zu wecken. Die Geschichte des Bundeslandes Baden-Württemberg aber auch die der Stadt Freiburg ist eng mit dem Automobil verknüpft und Mobilität wird auch für die Zukunft einer der entscheidenden Faktoren sein. Einen kleinen Ausblick in die Zukunft der Mobilität haben uns die alternativ angetriebenen Fahrzeuge am Schauinsland gegeben. Die ganz großen Emotionen und das Glänzen in den Augen der Zuschauer weckten dann allerdings doch die Oldtimer auf der Strecke mit ihrem rauhen Motorensound, ihrer archaisch anmutenden Technik und dem damals noch unverwechselbaren Design. Viele begeisterte Rückmeldungen von Fahrern wie auch Zuschauern verdeutlichen, welche große Faszination von den historischen Fahrzeugen ausgeht. Und so schön die Autos im Museum anzuschauen sind, zum wirklich intensiven Oldtimer Erlebnis gehört, daß die Fahrzeuge auch "artgerecht" bewegt werden, idealerweise auf historischem Boden wie der ehemaligen Bergrennstrecke am Schauinsland.

 

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